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Rechtsextremismus im Fußball

Auch wenn sichtbares und hörbares rassistisches und rechtsextremes Verhalten im Fußballstadion deutlich zurückgegangen ist, bedeutet dies nicht unbedingt einen Rückgang von problematischen Einstellungsmustern.

Aktive Fans und Vereine


"Julius-Hirsch-Cup 2007", ein Fußballturnier in Gedenken an den in Auschwitz ermordeten jüdischen Nationalspieler Julius Hirsch mit Teams aus dem Sauerland und einer Mannschaft von Makkabi Berlin. Der Verein TuS Plettenberg wählt ungewöhnliche Wege in der Auseinandersetzung mit Antisemitismus und Rechtsextremismus im Sport.

Sportvereine im Visier von Neonazis

“Juden raus”-Rufe bei Landesligaspielen in Sachsen-Anhalt, “nationale Fußballturniere” mit Pokalverleihung und “Hooligans-Nazis-Rassisten"-Schlachtrufe bei Freefight und Box-Kämpfen. Längst ist der Rechtsextremismus im Sport angekommen. Sport gehört genauso zur rechtsextremen Erlebniswelt wie Aufmärsche, Parteiveranstaltungen oder Rechtsrock-Konzerte.

Rechtsextremismus im Sport

Bei Rechtsextremismus im Sport denken viele Menschen als Erstes an gewalttätige Fußballfans und rassistische Fangesänge. Tatsächlich versucht die rechtsextreme Szene schon seit den 1960er Jahren vor allem in Fußballstadien Anhänger zu rekrutieren. Aber Rechtsextremismus ist keineswegs ein Problem, das es nur beim Fußball gibt.

Hooligans

Hooligans sind gewaltbereite Personen, vermehrt aus der Fußballfan-Szene. Bei anderen Sportveranstaltungen treten Hooligans seltener in Erscheinung. Hooligans agieren meist in Gruppen. Ihre Ausschreitungen können dabei sowohl geplant als auch ungeplant erfolgen.

Verletzte, Tote und Gegenwehr: Fußball und Rechtsextremismus in Europa

Ob in Polen, Frankreich, Spanien oder Italien und Großbritannien: Rechtsextreme Hooligans, Rassismus in den Stadien und gewalttätige Angriffe sorgen überall in Europa für Schlagzeilen.

Sexismus im Stadion

Sexismus ist im Fußballstadion allgegenwärtig, es existiert jedoch wenig Sensibilität für dieses Thema. Sexistische Beleidigungen werden in der Regel gar nicht erst als solche wahrgenommen.

Homophobie im Stadion

Die gewachsene gesellschaftliche Toleranz gegenüber Homosexualität ist ein Fortschritt, der im Fußball noch nicht angekommen ist. Die Auseinandersetzungen mit dem Thema haben sowohl auf Seiten der Fans, als auch der Vereine oder Verbände erst in jüngster Zeit eingesetzt, es dominiert noch immer eine Strategie der Vermeidung.

Antisemitismus im Fußball

Antisemitische Schmähungen im Fußball sind eng verknüpft mit der deutschen Geschichte, mit dem Nationalsozialismus und einem immer noch vorhandenen Vorrat von Vorurteilen.

Laucha: Die Stille nach dem Schock


Laucha in Sachsen-Anhalt: In letzter Zeit aufgrund seines rechtsextremen Fußballtrainers Lutz Battke oft in den Medien Foto: © flickr

Nach einem rechtsextremen Überfall auf einen jüdischen Jungen in Laucha gab es viel Wirbel um den Ort. Doch nur selten wurde über den Fall an sich diskutiert. Meist stand der rechtsextreme Fußballtrainer Lutz Battke als heimliche Hauptfigur im Vordergrund. Aber wie geht es der Familie nach dem Überfall?

Von Alexander Schierholz

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