
Akubiz e.V. hat nicht nur die Unterschrift unter die Extremismusklausel verweigert, sondern auch eine erfolgreiche Klage geführt. Quelle: Amadeu Antonio Stiftung
Heute hat das Dresdner Verwaltungsgericht ab 13 Uhr die Klage des „Alternativen Kultur- und Bildungszentrums Sächsische Schweiz e.V.“ (AKuBiZ) gegen den Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge verhandelt. Der Pirnaer Verein wehrt sich gegen die sogenannte "Extremismusklausel", die von Bundesfamilienministerin Kristina Schröder seit 2010 von allen Initiativen gefordert wird, die mithilfe staatlicher Unterstützung gegen Rechtsextremismus arbeiten möchten.

Clara Hermann, Bündnis 90 / Die Grünen Quelle: Pressefoto
Die rechtsextreme Bedrohung muss von Staat und Gesellschaft entschieden erkannt, benannt und bekämpft werden. Doch die Koalitionsvereinbarung von SPD und CDU in Berlin zeigt, dass dem neuen Berliner Senat das Interesse und der Wille dazu fehlen. Ein Kommentar der grünen Rechtsextremismus-Expertin Clara Hermann.
Von Clara Hermann*

Preisträger für "Frieden und Toleranz" oder "bürgerschaftliches Engagement": Albrecht Goetze und Ruth Zacharias Quelle: ngn / jw
Ruth Zacharias und Dr. Albrecht Goetze sind am 20. Oktober in der Dresdener Frauenkirche mit dem “Sächsischen Bürgerpreis” für ihr gesellschaftliches Engagement ausgezeichnet worden.
Von Joachim Wolf

Jetzt wird es verwirrend: Stanislaw Tillich 2009 bei der Verleihung des "Sächsischen Förderpreises für Demokratie" Quelle: mgrg/sr
Stanislaw Tillichs neuer "Bürgerpreis" soll aufrechte Demokraten ehren. Stattdessen ist blamiert, wer ihn erhält.
Von Michael Kraske

Das Hygienemuseum in Dresden Quelle: flickr.com/ xburger36 / cc
67 Bewerbungen von Initiativen und Projekten sind zum diesjährigen Sächsischen Förderpreis für Demokratie eingegangen. Am 09. November 2011 wird der renommierte Förderpreis ohne Extremismusklausel verliehen.

Das Extremis-Mus der Firma Klausels auf Facebook Quelle: Screenshot
Ein Jahr "Extremismusklausel": Misstrauen für Demokratieprojekte hat Folgen in der Gesellschaft. Humor ist, wenn man trotzdem lacht: Wie die Firma Klausels mit ihrem Extremis-Mus.
Von Amadeu Antonio Stiftung

Homepage des Netzwerks Courage Quelle: Screenshot
"Womit haben wir dieses Misstrauen verdient? Warum müssen wir durch eine Unterschrift einen unstrittigen Inhalt bestätigen?" fragen sich Ehrenamtliche des Netzwerks für Demokratie und Courage (NDC) in Sachsen. Sie sind seit Anfang Mai verpflichtet, ein schriftliches Bekenntnis zur freiheitlich demokratischen Grundordnung (FdGO) abzugeben, um für ihre Bildungsarbeit an Schulen eine Aufwandsentschädigung erhalten zu können. Diese Auflage erging mit dem Zuwendungsbescheid des Landesprogrammes Weltoffenes Sachsen.

Homepage der Initiative "AKuBiZ" Quelle: Screenshot
Hinter Ehrenamtlichen dürfen keine Radikalen stecken. Das ist die Idee hinter Familienministerin Schröders Extremismusklausel. Doch die bringt linke Vereine in Not, denn sie ist unklar definiert und sät Misstrauen.
Von Anna Mertens

Grit Hanneforth, Holger Hövelmann, Aiman Mazyek und Stephan Kramer (v. l.) bei der Pressekonferenz gegen die Extremismusklausel Quelle: ngn
Die Proteste gegen die „Bespitzelungsklausel“ des Bundesfamilienministeriums lassen nicht nach. Im Rahmen einer Bundespressekonferenz forderten jetzt auch Stephan Kramer vom Zentralrat der Juden und Aiman Mazyek vom Zentralrat der Muslime die Rücknahme der Klausel.
Von Christine Lang

Der Aufruf zum Aktionstag gegen die "Extremismuserklärung" Quelle: aktionstaggegenbekenntniszwang
Mit einem Aktionstag „Für Demokratie – gegen Misstrauen und Bekenntniszwang“ protestieren Träger und Initiativen gegen Rechtsextremismus am 1. Februar gegen die umstrittene „Extremismusklausel“ des Bundesfamilienministeriums. Um Fördergelder zu erhalten, müssen die Projekte seit Jahresbeginn erklären, dass nicht nur sie selbst, sondern auch ihre Partner nicht „extremistisch“ sind – ohne, dass klar wäre, was unter dieser „Definition“ wirklich zu fassen ist.
Von Christine Lang
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