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Was tun, wenn rechtsextreme Eltern in Schule, Kita oder Verein agitieren?


Kinder-T-Shirt aus einem einschlägigen Versand, Screenshot

Warum engagieren sich rechtsextreme Eltern so gern in Schulen, Kitas und Vereinen? Warum ist das bedenklich? Was können demokratische Eltern, Erzieher, Lehrer, Vereinsmitglieder tun, wenn das passiert? Und wie mit den Kindern umgehen? Experten antworten.

Warum sind rechtsextreme Eltern so engagiert?

Kindheit in Braun


Screenshot aus einem Werbefilm der HDJ: Mädchen wandern in langen Röcken und festen Schuhen

Ulrike wurde in die Neonaziszene hineingeboren. Sie war sieben Jahre alt, als sie mit ihrem ein Jahr älteren Bruder zum ersten Mal in ein Zeltlager fuhr. Als ihre Mutter Ulrike fünf Tage später abholte, weinte das Kind.

Rechtsextreme Erziehung – Kinder zwischen Drill und Defensive


Aufwachsen in der rechtsextreme Erlebniswelt: Kind bei der Neonazi-Demonstration in Dresden im Februar 2009 Foto: © ngn/sr

Im Kindergarten sagen sie der Erzieherin, die eine schwarz-rot-goldene Deutschlandfahne malt: "Nein, ich meine die, die bei Mama und Papa im Schlafzimmer hängt, die mit dem Kreuz drauf." Später lernen sie, sich unauffällig im feindlichen "System" zu verhalten, bis sie genug geschult sind, um selbst zu agitieren: Kinder aus rechtsextremen Familien werden in einer Parallelwelt großgezoge

Auf ein Bier mit der NPD in Riesa


Screenshot von der Internetseite der Stadt Riesa Foto: © Screenshot

Treffen mit der NPD, in Form des eines Strehlaer NPD-Stadtrates und seiner Frau, Elternsprecherin und Schöffin. Ein persönlicher und erhellender Bericht der Begegnung mit extrem Rechten im Alltag.

Von Thomas Trappe

Demokratie-Erziehung gegen Rechtsextremismus schon im Kindergarten: "Eine besonders lohnende Arbeit"


Kinder-T-Shirt aus einem rechtsextremen Versandhaus: Schon das Baby spielt mit dem Thorshammer Foto: © Screenshot

Wenn ein Kind im Kindergarten- oder Grundschulalter ein Hakenkreuz auf den Tisch malt oder Mitschüler rassistisch beleidigt, fällt der Umgang damit vielen Lehrerinnen und Erziehern schwer. Hat das Kind die Ideen aus der Familie - und wenn ja, wie darauf reagieren?

Onlineberatung gegen Rechtsextremismus: "Für Menschen, die in Bedrängnis geraten sind"


Onlineberatung gegen Rechtsextremismus: Ratsuchende kontaktieren per Email und Chat Foto: © Onlineberatung

Rechtsextremismus ist ein politisches Problem. Für Familien oder Freunde von Neonazis ist es aber oft genauso ein psychosoziales. Diese Erfahrung machte im ersten Jahr ihres Bestehens die "Onlineberatung gegen Rechtsextremismus", die per Email oder im Chat hilft. Oft fällt es Betroffenen ohne sichtbares Gegenüber sogar leichter, sich unangenehme Sorgen von der Seele zu schreiben.

Rechtsextreme Frauen - die Gefahr in unserer Mitte


Neonazi-Frauen laufen nicht mehr hinterher, sondern auch gern mal vorneweg, wie bei diesem rechten "Trauermarsch" 2009 Foto: © ngn/raf

Im Sportverein betreuen sie unsere Kinder - bei den Kameraden hetzen sie gegen Ausländer. In der Schule kandidieren sie für den Elternbeirat - auf der Straße marschieren sie mit Neonazis. Rechtsextreme Frauen begegnen uns immer öfter dort, wo wir sie am wenigsten erwarten.

Von Kristina Maroldt

Meine Söhne, die Nazis

Seit sechs Jahren kämpft eine Mutter aus Lichtenberg um ihre Kinder, die in die rechtsextreme Szene abgedriftet sind. Staatliche Stellen und Selbsthilfevereine bieten Eltern Hilfe, doch viele melden sich nicht - aus Scham.

Von Frank Jansen

Online-Beratungsportal gegen Rechtsextremismus

Vier Jahre dauerte es, bis der Sohn von Michael Flood den Ausstieg aus der rechtsextremen Szene geschafft hatte. "Es wäre gut gewesen, wenn wir eine Anlaufstelle gehabt hätten, als unser Sohn bei den Rechten einstieg", berichtete der Anwalt am Donnerstag in Berlin bei der Vorstellung eines neuen Internet-Beratungsangebots gegen Rechtsextremismus.

von Frauke Büttner

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