"Blood & Honour" (zu deutsch: Blut und Ehre) ist ein rechtsextremes Musiknetzwerk, dass in Deutschland zwar seit 2000 verboten ist - die Strukturen aber bestehen weiter.
Matthias Fischer beim “Thüringentag der nationalen Jugend” in ArnstadtQuelle: Infothek Dessau
Das internationale Nazitreffen „Fest der Völker“ soll dieses Jahr am 12. September in Pößneck stattfinden. Doch jetzt hat das Landratsamt des Saale-Orla-Kreises einem Bericht der Ostthüringer Zeitung zufolge per Bescheid das für den 12. September in Pößneck angemeldete so genannte “Fest der Völker” verboten.
Das internationale Nazitreffen „Fest der Völker“ findet dieses Jahr am 12. September in Pößneck statt. Das „Fest der Völker“ ist Vernetzungsort für mehrere tausend Neonazis. Ziel ist eine „Europa der Vaterländer“ – Ethnopluralismus in Reinform. Auch 2009 zeigen sich viele Größen der europäische „Blood & Honour“ Szene.
In Ungarn finden derzeit allwöchentlich „Demonstrationen“ statt, die mit Lynchstimmung verbunden sind. Das "Blood & Honour"-Treffen Mitte Februar gehört dabei inzwischen zu den gemäßigteren Veranstaltungen.
Seit die Daten des in Deutschland verbotenen Skinhead-Netzwerkes Blood & Honour gehackt wurden, ist öffentllich, dass sich bis zu 500 deutsche User auf den Seiten tummeln. Olaf Martin, NPD-Kreisrat in Plauen und Besitzer eines rechtsextremen Szene-Ladens ist einer von ihnen.
Zu den eindeutig rechtsextremistischen Skinheads gehört die 1987 gegründete Gruppierung Blood & Honour (B&H). Der Gründer der B & H-Bewegung, Ian Stuart Donaldson – in der Szene bekannt als Ian Stuart –, Frontmann der englischen Skinhead-Band Skrewdriver, bekannte sich offen zum Nationalsozialismus. Die Bezeichnung Blood & Honour wählte er unter dem Eindruck eines NS-Filmes über die Hitler-Jugend mit dem Titel “Blut und Ehre”. Ian Stuart verstarb am 24.09.1993 an den Folgen eines Autounfalls.
Szeneinterne Organisationen, wie das "Blood & Honour"-Netzwerk oder die "Hammerskin Nation" haben in erster Linie den Anspruch mit der Musik politische Botschaften zu übermitteln.
Die etwa 1977 gegründete britische Band "Skrewdriver" um ihren Sänger Ian Stuart Donaldson hat wie keine andere den Rechtsrock geprägt und erfährt in der neonazistischen Szene weltweit Verehrung.