Neueste Beiträge im Bereich 'Aufmärsche'

Fast jedes Wochenende demonstrieren Neonazis


Eine NPD-Wahlkampfdemo in Rostock Foto: © Carsten Koall/ Getty Images

"Der Kampf um die Straße" durch Demonstrationen und Kundgebungen ist fester Bestandteil rechtsextremer Strategien: Fast jedes Wochenende marschieren Neonazis in Kommunen in Ost- und Westdeutscland auf. Um Öffentlichkeit zu schaffen, das szene-interne "Wir"-Gefühl in der Konfrontation mit Polizei und Gegendemonstranten zu stärken, nicht-rechte Jugendkulturen und andere Opfergruppen einzuschüchtern und die politische Diskussion vor Ort zu bestimmen.

Gegen Neonazi-Aufmärsche - Proteste und gerichtliche Verbote


Demokratischer Protest gegen einen Naziaufmarsch in Wunsiedel Foto: © Johannes Simon/Getty Images

„Wir können sie stoppen“ hatten Kirchengemeinden, Initiativen und Gewerkschaften in Lübeck als Motto gewählt, um am 28. März 2008 gegen einen Neonazi-Aufmarsch in der Hansestadt zu mobilisieren. Am Ende fanden sich 3.000 Menschen zu Sitzblockaden, Gottesdiensten und Prozessionen gegen die 300 Rechtsextremisten ein. Hip Hop, Kirchenlieder und Punkmusik begleiteten die friedlichen Proteste.

NPD-Demos: Randale in Ulm, Dortmund und Mainz


Plakat in Berlin Foto: © ngn/raf

Wasserwerfer, Reizgas, berittene Polizisten: Neonazis und Linksmilitante lieferten sich schwere Krawalle. Auch andernorts gab es Demos - allerdings weitgehend friedliche.

Ulm: 1000 Neonazis

1. Mai 2009 - Wo Aktionen von und gegen Neonazis starten


Collage aus Aufruf für die Neonazi-Demo in Hannover und Plakat zu Gegenaktionen in Berlin Foto: © ngn

Am 1. Mai, dem Tag der Arbeit, gehen seit Jahren auch Neonazis aus Kameradschaften und Parteienspektrum auf die Straße. Hier ein Überblick, welche Motti sich in diesem Jahr überlegt haben, um ihre Ideologie verschleiert an Mann und Frau zu bringen, wo sie sie zeigen werden - und was die Zivilgesellschaft dagegen plant.

Von Simone Rafael

Dresden 2009: Signal der Hilflosigkeit


Wessen Straße? Eine Busladung Rechtsextremer strömt ungesichert auf den Versammlungsort zu; eine Passantin schaut sie an Foto: © ngn/sr

Die rechtsextremen Aufmärsche am vergangenen Wochenende in Dresden senden zahlreiche fatale Signale aus: Die Rechtsextremen zeigten sich stark, die Nichtrechten kamen mit ihrem Protest nicht durch oder schwiegen aus Angst - oder Gleichgültigkeit?

Dresden 2009: Schaulaufen der rechtsextremen Szene


Nazis gucken am Samstagnachmittag in Dresden 2009 Foto: © ngn/sr

Seit zehn Jahren instrumentalisiert die rechtsextreme Szene die Bombardierung Dresdens im Zweiten Weltkrieg, um als "Trauermarsch" ihren Geschichtsrevisionismus öffentlichkeitswirksam zu präsentieren. In diesem Jahr spazierten 6.000 Rechtsextreme weitgehend unkommentiert durch die Innenstadt.

Von Simone Rafael

Aufmarsch aller Kräfte am Wochenende in Dresden


GEH DENKEN 2006 in Dresden Foto: © mut-gegen-rechte-gewalt.de

Keine Frage: Es wird voll in Dresden am Wochenende. Nachdem den Neonazis zahlreiche historisch aufgeladenen Aufmarschorte durch Verschärfungen des Versammlungsrechtes abhanden kamen - u.a. Wunsiedel und Halbe - ist Dresden für die Rechtsextremen die letzte Möglichkeit, ihren Geschichtsrevisionismus öffentlichkeitswirksam am historischen Ort in Szene zu setzen.

Auf dem rechten Ohr taub

Rechtsextremisten sangen auf einer Demonstration in Berlin eine Hymne der Hitler-Jugend - aber die Polizei hörte es nicht. Das Ermittlungsverfahren gegen die Täter wurde deshalb eingestellt

Von Jörn Hasselmann

Spiel mit Schwarzem Peter

Wenn die Rede ist von Zivilcourage gegen Rechtsextremismus und vom Aufstand der Anständigen, lohnt ein Blick nach Thüringen, wo ein Zuständiger im vergangenen Jahr Courage zeigen wollte und sich dabei eine blutige Nase holte. Er müsse aufpassen, keine Rechtsbeugung zu begehen, hielt ihm das Verwaltungsgericht vor.

Von Toralf Staud

Wunsiedel kann aufatmen - vorerst


Neonazis unerwünscht - Proteste gegen das Rudolf-Hess-Gedenken in Wunsiedel Foto: © Johannes Simon/Getty Images

Das Bundesverwaltungsgericht Leipzig entschied heute: Die umstrittene Einschränkung des Demonstrationsrechts für Neonazis aus dem Jahr 2005 war rechtens. Ob aber auch in diesem Jahr wieder Rechtsextremisten im oberfränkischen Wunsiedel an Hitler-Stellvertreter Rudolf Hess erinnern dürfen, wird erst in Karlsruhe entschieden

Von Albrecht Kolthoff

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