
Mehr zum Thema Gleichwertigkeit bei der Quelle: Amadeu Antonio Stiftung
Deutschland hat am 23. Februar 2012 der Todesopfer rechtsextremer Gewalt gedacht. Anlässlich dessen wollten wir von "Netz gegen Nazis"-Leser/innen hier und in den sozialen Netzwerken wissen: Was machst Du oder machen Sie ganz konkret gegen Menschenfeindlichkeit, im Alltag? Hier einige Anregungen.
Zusammengestellt von Antonia Oettingen

Haben es doch nicht so gemeint: Das Schlosspark-Theater preist sein Plakat an Quelle: Screenshot Facebook
Hier noch einmal in Ruhe erklärt: Warum es rassistisch ist, einen weißen Schauspieler schwarz anzumalen, auch wenn man es nicht rassistisch meint. Warum es nicht die Freiheit der Kunst beeinträchtigt, bedacht und sensibel für Menschenfeindlichkeiten zu inszenieren. Und warum nicht nur der schwarz geschminkte Schauspieler, sondern auch der Inhalt der Inszenierung »Ich bin nicht Rappaport« im Berliner Schlosspark-Theater sich rassistischer Klischees bedient.
Von Zoé Sona

Rechtsextreme Familie: Was tun, wenn die Apfels kommen? (Screenshot von 2011) Quelle: Screenshot
Testfall für die Nächstenliebe: Die Familie von NPD-Chef Holger Apfel engagiert sich in Riesas Kirchengemeinde. Pfarrer Ludger Kauder muss damit leben - und umgehen.
Von Martin Machowecz

Ist wirklich Facebook schuld oder mögen 270 Leute den Holger von der NPD nicht mehr? Quelle: Screenshot Facebook
Für Neonazi-Strukturen wird es endlich auch auf Facebook unangenehmer. Die Facebook-Verantwortlichen machen nun von ihrem Hausrecht Gebrauch und räumen unter Kameradschaften und Nazi-Versänden auf. Wermutstropfen: Die NPD ist nicht betroffen.
Von Simone Rafael

Quelle: Extranoise, CC über Flickr
Was tun, wenn ein Arbeitskollege rassistische Witze macht? Oft haben schon kleine Zeichensetzungen im Betrieb große Wirkung.
Ein Arbeitskollege meint, über "Ausländer" scherzen zu können - und die Reaktion ist betretenes Schweigen. Björn Resener von der Gewerkschaft ver.di erklärt, wie man besser darauf reagiert.

Bitte! Gewalt ist keine Lösung :-) Quelle: flickr / cc / realname
Im Gespräch mit Parolenschwingern hilft Vernunft oft nicht weiter. Doch es gibt Kniffe, ein wenig das Nachdenken anzuregen.
Von Simone Rafael
Das Fest ist schön, die Stimmung gelöst, die Gespräche angeregt. Und plötzlich erzählt der Mensch neben Ihnen: "Ist doch schrecklich mit der Arbeitslosigkeit, heutzutage. Gut ausgebildete junge Deutsche sitzen zu Hause und finden keinen Job, und die Ausländer nehmen Ihnen die Arbeitsplätze weg." Die anderen am Tisch starren schweigend auf ihre Getränke. Und was können Sie jetzt tun?