
Kein Ort für Neonazis - auch nicht im Internet Foto: © Amadeu Antonio Stiftung/js
Lunikoff-Verehrung bei Facebook, NPD bei Twitter, Hetzvideos bei YouTube: Wie im wirklichen Leben kann sich jeder Surfer und jede Surferin mit wachen Augen und Verstand gegen Rechtsextremismus im Internet wehren. Hier erfahren Sie, wie sie gegen welche Inhalte in welchem Web-Angebot vorgehen können.
1. Rechtsextreme Websites und Inhalte anzeigen
Das Internet ist frei und soll es sein - aber was offline verboten ist, müssen Userinnen und User auch online nicht hinnehmen. Rechtsextreme Statements sollten nicht unkommentiert bleiben.
Website mit strafrechtlich relevanten Inhalten (verfassungsfeindliche Symbole oder Parolen, Volksverhetzung)kann man deshalb anzeigen:
Bei der Polizei oder Staatsanwaltschaft im eigenen Wohnbundesland. Anzeigen lassen sich oft auch unkompliziert online (bei der Polizei des Wohnbundeslandes)stellen.
Und nicht wundern, wenn Sie nie wieder etwas von Ihrer Anzeige hören: Wenn Sie nicht direkt betroffen sind, benachrichtigt die Polizei nicht über Ermittlungserfolge, ermittelt aber trotzdem. Übrigens bittet die Polizei, keine "Anzeige-Lawinen" zu starten: Das erhöht die Dringlichkeit nicht und bindet nur Ermittlungskräfte. Eine Anzeige reicht.
Kontaktdaten aller Länder-Polizei-Behörden und Internetwachen gibt es hier:
| www.polizei.de
2. Nazi-Seiten prüfen lassen
Sind Sie unsicher, ob eine rechtsextreme Website Verbotenes enthält und möchten Sie, dass jemand prüft, ob etwas dagegen getan werden kann? Dann Seite melden:
| www.jugendschutz.net/hotline
3. Um Sperrung rechtsextreme Internetseiten, Einträge und Profile bitten
Nazi-Seiten können beim Internet-Anbieter oder Betreiber eines Sozialen Netzwerks oder Web 2.0-Angebots gemeldet werden mit der Bitte, sie zu sperren oder zu löschen. Viele Provider haben Passagen gegen "Hate Speech" in ihren Geschäftsbedingungen und machen das auch.
Hier können Sie in Web 2.0-Angeboten Nazi-Seiten melden:
4. Nazis in Foren und Chats in die Schranken weisen
Thematisieren Sie, wenn sie auf Rechtsextremismus treffen. Suchen Sie sich Verbündete und wehren sie sich gemeinsam (argumentativ) gegen menschenverachtende Hetze - durch Wiederlegen und/oder Positionieren. Melden Sie User, die regelmäßig hetzen oder andere unter der Gürtellinie angreifen, den Betreibern.
5. Aktiv positionieren
| twitter.com/netzgegennazis
| twitter.com/AmadeuAntonio
| facebook.com/netzgegennaz
| facebook.com/AmadeuAntonioStiftung
| facebook.com/mutgegenrechtegewalt
Zum Thema:
| Rechtsextremismus im Internet: 1.800 Erlebniswelten sind nur einen Klick entfernt