Internationale Wochen gegen Rassismus: Unser Flyer mit Facebook gegen Nazis im Netz

Zu den "Internationalen Wochen gegen Rassismus" (12. bis 25. März) zeigt Facebook gemeinsam mit Netz gegen Nazis, no-nazi.net und Laut gegen Nazis, was es von Nazis in seinem Netzwerk hält - nämlich nichts. Unser gemeinsamer Flyer klärt auf, was User/innen gegen Nazis auf Facebook tun können. Hier gibt es die Online-Version zum Ansehen und Weiterverbreiten!

Der von Laut gegen Nazis initiierte, von Netz gegen Nazis und no-nazi.net getextete und vom Unternehmen Facebook gestaltete und verbreitete Flyer wird in einer Print-Auflage von 100.000 Stück während der "Internationalen Wochen gegen Rassismus" an Schüler/innen und Schüler verteilt, zum Beispiel während der Workshops im Rahmen von "Hamburg steht auf!". Hier gibt es die Online-Version - oben als animiertes Gif zum Weiterverbreiten (auch zum Download unten), oder hier direkt als Dokument zum Ansehen. Im Anhang unten ist der Flyer auch als pdf-Version zum Download zu finden für die, die in Ruhe lesen wollen

Wir freuen uns über fleißige Weiterverbreitung
und danken Facebook für sein erstes öffentliches Statement zum Thema!

| Der Flyer auf scribd zum Lesen und Teilen

Mehr auf netz-gegen-nazis.de:
| Neue Broschüre: Zwischen Propaganda und Mimikry -Neonazi-Strategien in Sozialen Netzwerken (auch zum Download)
| Rechtsextremismus im Internet
| Hamburg steht auf!

Ergänzung 22.05.2015

Heute gab es in Sozialen Netzwerken Unmut über diesen Flyer, den wir im Jahr 2012 zusammen mit Facebook gemacht haben.

Darin heißt es, unter dem Punkt "Wie erkenne ich Nazis auf Facebook?" "„Gefällt mir“-Angaben: rechtsextreme Bands, Parteien, Organisationen, Veranstaltungen, Internet-Kampagnen, z.B. gegen Kindesmissbrauch,gegen den Euro oder gegen „Multikulti-Wahn“"

Ich wurde heute darauf hingewiesen, dass sich dies missverständlicherweise so lesen lässt, als wären wir der Meinung, alle, die sich gegen Kindesmissbrauch engagieren, rechtsextrem. Dies ist natürlich nicht gemeint. Sich gegen Kindesmissbrauch zu engagieren ist ausgesprochen wichtig. Aber: Neonazis instrumentalisieren das Thema Kindesmissbrauch bewusst, um über ein emotionales Thema ihre politische Propaganda an Mann und Frau zu bringen. Deshalb machen sie eigene Internetkampagnen zum Thema, um nicht-rechte Menschen, die sich wirklich für das Thema Schutz vor Kindesmissbrauch interessieren, mit ihrer Propaganda zu erreichen.Den Rechtsextremen geht es dabei nie um den Schutz der Kindern, sondern darum, die Wiedereinführung der Todesstrafe zu fordern, Politikverdrossenheit zu schüren, aber auch (und das ist besonders widerlich), sich ausführlichst auszumalen und zu beschreiben, wie eine solche Tat von statten geht (viele rechtsextreme Songs zum Thema tun das).

Wenn Sie mehr dazu wissen wollen:
Warum engagieren sich Neonazis gegen "Kinderschänder"?
Wie Nazis den sexuellen Missbrauch missbrauchen

Ich entschuldige mich für die missverständliche Formulierung. Wir werden sie schnellstmöglich präzisieren und ersetzen. Gemeint sind Likes für rechtsextreme Internet-Kampagnen. Beispiel für Themen rechtsextremer Internetkampagen sind eben solche gegen Kindesmissbrauch, gegen den Euro oder gegen „Multikulti-Wahn“". Allen, die sich ernsthaft durch Opferschutz gegen Kindesmissbrauch engagieren, wünschen wir für ihre wichtige Arbeit viel Erfolg.

drucken